Halbturnerstraße 8 / A-7132 Frauenkirchen
Tel: 02172 / 24 04
Alle Kassen und Privat

Montag bis Donnerstag
07:30 - 11:00 Uhr & 14:00 - 17:00 Uhr
Termine am Freitag nach Vereinbarung

ZAHNSANIERUNGEN und PRAXISLABOR

1. Zahnsanierungen

Individuelle Beratung
Die moderne Zahnmedizin entwickelt sich - ebenso wie viele andere Sparten der Medizin - zu einer ganzheitlichen Betrachtung des Menschen.

Während man früher den Weg zum Zahnarzt ging, um akute Schmerzen loszuwerden oder ein Loch im Zahn reparieren zu lassen, suchen wir heute Mediziner, die uns Menschen als Ganzes betrachten und in diesem Sinne beraten und behandeln.

Der Patient von heute ist durch Medien und Internet aufgeklärt und möchte nicht nur Schäden repariert haben, sondern vor allem diesen vorbeugen.

Bei einem Zahnarztbesuch soll nun der Patient individuell beraten und betreut werden. Dazu empfiehlt es sich, regelmäßig Röntgen- und Mundhygienekontrollen aller Zähne durchführen zu lassen.

Zu einer individuellen Beratung gehört zunächst das Festhalten des Ist-Zustandes der Zähne, erst dann können alle Möglichkeiten der Behandlung besprochen und erklärt werden.

Neben den verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und der Erläuterung der jeweils anfallenden Kosten müssen die Wünsche des Patienten in jedem Fall zuvor abgeklärt sein.

 

Röntgenaufnahmen
Röntgenaufnahmen sind zur präzisen Diagnostik unerlässlich.

Es gibt die Möglichkeit, mit einem Panorama-Röntgenbild eine Übersicht über die Gesamtsituation zu erstellen, wesentlich genauer in der Aussagekraft über einzelne Zähne sind allerdings die Kleinbild-Röntgenaufnahmen, bei denen aus 10 bis 14 Bildern ein Röntgen-Staus erstellt wird.

Für kieferorthopädische Behandlungen benötigt man ein Fernröntgenbild und eine entsprechende Auswertung zur Planung des Patientenfalles.

Für den Bereich der Implantologie werden Computer-Tomogramme angefertigt, die dreidimensional Aussage über die Knochensituation geben.

Allgemein sollte etwa alle ein bis zwei Jahre eine röntgenologische Untersuchung der Zähne erfolgen, um Kariesdiagnostik und Kontrolle des Zahnhalteapparates zu ermöglichen. Die Strahlenbelastung der Kleinbildröntgen ist heute auf ein Minimum reduziert und daher für den Patienten unbedenklich.

 

Füllungstherapie
Bei zahnärztlichen Füllungen unterscheiden wir direkte und indirekte Techniken der Herstellung.

  • Direkte Füllungen werden nach der Kariesentfernung in den beschliffenen Zahn eingebracht und modelliert. Sie härten entweder sofort oder innerhalb von etwa ein bis zwei Stunden aus und können danach belastet werden.
  • Bei indirekten Füllungen wird vom beschliffenen Zahn ein Abdruck genommen und der Zahn vorübergehend provisorisch gefüllt. Im zahntechnischen Labor fertigt dann der Techniker die definitive Füllung an, diese wird nach Abnahme des Provisoriums im Zahn mit Zement befestigt.

Bei den direkten Füllungen unterscheiden wir die Füllung aus silberfarbenen Amalgam und die Füllung aus Zahnfarbenem Composite (Kunstharz).

Amalgam ist für den Seitzahnbereich ein stabiles Material, das dem Kaudruck gut standhält, allerdings aufgrund seines Gehaltes an Quecksilber von vielen Patienten abgelehnt wird. Seit 2012 verwenden wir keine Amalgamfüllungen in unserer Praxis.

Composite dient schon lange für den Bereich der Frontzahnfüllungen und nunmehr auch für den Bereich der Seitzahnfüllungen, da die Materialien in den vergangenen Jahren enorm verbessert wurden. Für den Frontzahnbereich und für Zahnhalsfüllungen wird Composite mit kleineren Füllkörpern verwendet, da hier die Polierbarkeit und die Ästhetik im Vordergrund stehen, im Seitenzahnbereich (an den Kauflächen) muss das Material besonders kaudruck - beständig sein und einen dauerhaft dichten Randschluss behalten.

Die neue Generation der "Nano - Füller" stellt dies sicher. Composite ist im Gegensatz zu Amalgam biologisch vertretbar, da es metallfrei ist, es ist in allen Zahnfarben erhältlich und ermöglicht, "unsichtbare Füllungen" herzustellen.

Bei den indirekten Füllungsverfahren - die in jedem Fall den direkten deutlichen überlegen sind - gibt es Füllungen aus Gold sowie Füllungen aus Keramik.

Diese Füllungen lassen sich derart präzise herstellen, dass die Form und Funktion der Zähne voll erhalten bleibt oder wiederhergestellt werden kann.

Indirekte Füllungen sind wesentlich langlebiger als direkte, allerdings werden die Kosten nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen.

 

Wurzelbehandlungen (Endodontie)
Unsere Zähne bestehen aus zwei Teilen: der Krone und der Wurzel. Es gibt ein- und mehrwurzelige Zähne.

Eine Zahnkrone besitzt einen harten Mantel aus Zahnschmelz, das Innere des Zahnes besteht aus dem etwas weicheren Dentin. Ganz innen ist ein Hohlraum, der im Bereich der Zahnkrone Pulpenkavum und im Bereich der Zahnwurzel Wurzelkanal genannt wird. In diesem Hohlraum liegt die sogenannte Pulpa.

Die Pulpa besteht aus Nerven und Blutgefäßen, die mit Arterien und Venen des Kieferknoches verbunden sind.

Bakterien sind die häufigsten Verursacher von Entzündungen der Pulpa. Sie dringen in die Pulpa ein, wenn tiefe Karies entstanden ist oder wenn ein Zahn abgebrochen ist.

Giftstoffe der Bakterien, die die Pulpa zerstört haben, können durch die Wurzelspitzen in den Kieferknochen eindringen und dort zu Entzündung und Infektion führen.

Die Therapie solcher Zähne ist eine exakt durchgeführte Wurzelbehandlung.

Dabei müssen die Bakterien aus dem Pulpenkavum und den Wurzelkanälen entfernt und der verbleibende Hohlraum mit dem dichten Füllmaterial verschlossen werden.

Entscheidend ist, dass alle Kanäle sorgfältig aufbereitet und exakt bis zur Wurzelspitze gefüllt werden. Geschieht dies nur insuffizient, können Giftstoffe der verbleibenden Bakterien zu einer Entzündung des Kieferknochens und in weiterer Folge zum Verlust dieses Zahnes führen.

Ziel jeder kurativen Therapie ist die restlose Entfernung eines pathologischen Prozesses. Bei zeitgerechter Diagnose könne potentielle Folgeerkrankungen verhindert werden. Symptomatische Therapie zielt auf die Unterdrückung von Symptomen. Für symptomatische Therapie gibt es daher nur zwei Indikationen:

  1. Neben Erster Hilfe die Begleiterscheinungen kurativer Therapie so weit auszuschalten, dass auch radikale Therapie beschwerdefrei durchfürbar ist
  2. Unterdrückung der oft unerträglichen Symptome des Unheilbaren

Diese allgemein- medizinischen und ethischen Grundprinzipien gelten selbstverständlich auch für die Endodontie. Symptomatische Endodontie ist nicht kurative Endodontie, sondern belässt herdwirksame pathologische Verhältnisse. Aggressive Pharmaka verschleiern lokale Symptome. Das Abwehrsystem des Patienten ist dauernd überlastet. Ohne Revision des wurzelbehandelten Zahnes ist der Patient allg. medizinisch bedroht.

Kurativ - atraumatische Endodontie unterliegt zwei Grundregeln der Chirurgie: Der Asepsis und der Entfernung irreversibel erkrankten Gewebes im Gesunden. Diagnostisch und therapeutisch ergibt die starre Erschließung des endodontischen Weichgewebes Unterschiede zur Allgemeinchirurgie. Die Differentialdiagnose umfasst das gesamte orofaziale System. Histologie sichert in der Chirurgie die Diagnose, in der Endodontie ist sie unerlässlich zur Grundlagenforschung.

Der Terminus "toter Zahn" trifft nur auf einen Zahn zu, dessen Vaskularisation durch Zerstörung des Parodonts unterbrochen ist, auch bei noch vital reagierendem Pulpengewebe.

Der endodontisch kurativ sanierte Zahn ist, bei intaktem Parodont, ein vitaler Zahn!

Lokalisierte periapikale Sekundärmanifestationen (z.B. Granulome) sind keine Erkrankungen, sondern lokalisierte immunologische Schutzorgane. Sie verschwinden nach kurativ - endodontischer Sanierung.

Endodontische Therapie:

  • Sterilisationsphase (Spülen mit Hypochlorid)
  • Keine Kanalmedikation
  • Dichte Wurzelkanalfüllung (Guttapercha, Downfil-Backfiltechnik)
  • Kontrollröntgen

Wir arbeiten mit der sogenannten Down Fill Back Fill Technik zur Abfüllung der Wurzelkanäle.

Da jede Wurzel eine eigene, individuelle Form aufweist, füllen herkömmliche Techniken trotz sorgfältigster Arbeit nur die Hauptkanäle eines Zahnes, nicht gefüllte Bereiche entstehen, in denen sich Keime ansiedeln können.

Thermoplastische Fülltechniken bieten die Möglichkeit, auch Seitenkanäle und Verzweigungen bakteriendicht zu verschließen.

Guttapercha wird erhitzt und in Richtung der Wurzelspitze gepresst und kann so auch in Seitenkanäle fließen, was die Erfolgsrate von Wurzelbehandlungen erheblich steigert.

Mit der Downfill - Technik wird der Apex (die Wurzelspitze)perfekt verschlossen, mit der Backfill - Technik wird der restliche Wurzelkanal mit warmer Guttapercha dicht verfüllt.

 

Gesamtsanierungen
Prinzipiell klären wir unsere Patienten beim Erstbesuch in der Praxis über ihre Situation im Mund genau auf. Es werden alle Behandlungsmöglichkeiten erörtert und eine Prognose erstellt.

Häufig sind Gesamtsanierungen erwünscht, manchmal wird diese in Etappen durchgeführt.

Einmal perfekt sanierte Zähne bleiben bei regelmäßiger Kontrolle und guter Pflege dauerhaft gesund, dies lehrt uns die Erfahrung nach vielen Praxisjahren.

Die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten sind in unserer Leistungsübersicht zu finden.

 

Zahnersatz
Festsitzender Zahnersatz / Kronen und Brücken

Festsitzender Zahnersatz kann sowohl auf eigenen Zahnwurzeln wie auf Implantaten angebracht werden. Dies sind Kronen oder Brücken (ein Verbund mehrerer Kronen). Als Werkstoffe dienen heute Keramik oder Keramik auf Gold, selten Gold allein. Kunststoffverblendungen werden kaum noch verwendet, da sie ästhetisch nicht zufriedenstellend sind und sich farblich verändern.

Eine Krone dient dazu, einen stark zerstörten Zahn in seiner ursprünglichen Form wiederherzustellen. Dazu wird der Zahn beschliffen, ein Scan für den Zahntechniker genommen und eine provisorische Krone aufgesetzt. Der Zahntechniker fertigt nun eine Krone an, die in Form und Farbe von den Nachbarzähnen nicht unterscheidbar sein soll. In einer weiteren Sitzung erfolgt eine Rohbrandprobe (zwecks Korrekturmöglichkeit), der Glanzbrand und das Eingliedern der definitiven Porzellankrone.

Bei einem wurzelbehandelten Zahn wird vor der Abdrucknahme ein Stiftaufbau aus Titan in den Wurzelkanal als zusätzliches Halteelement verankert (Stiftkrone).

Brücken sind ein Verbund von mehreren Kronen und können so fehlende Zähne festsitzend ersetzen. Eine Brücke besteht aus den Brückenpfeilern (beschliffener Zahn) und den Zwischengliedern (fehlende Zähne).

Ein Sondernfall einer Brücke ist die Klebebrücke, die im Frontzahngebiet zum Einsatz kommen kann. Dabei werden die Pfeilerzähne nicht zirkulär beschliffen wie bei der herkömmlichen Kronen- bzw. Brückenanfertigung, sondern der fehlende Zahn in Form einer Porzellankrone mit dünnen Halteelementen an die benachbarten Zähne geklebt.

Abnehmbarer Zahnersatz / Prothesen und Teilprothesen
Eine totale Prothese wird bei völliger Zahnlosigkeit eines Kiefers angefertigt. Die Prothesenbasis ist aus Kunststoff hergestellt, die eingesetzten Zähne je nach Patientenwunsch aus Kunststoff oder individuell gebrannten Keramikzähnen.

Zahnstellung, deren Form und Farbe sowie die richtige Bisshöhe werden rekonstruiert. Nach genauen Abformungen der Mundsituation und weiteren Funktionsabdrücken, die alle Bewegungen der Lippen und Wangen mitberücksichtigen, erfolgt eine Bissnahme und phonetische Probe der Situation. Anhand dieser Unterlagen stellt der Zahntechniker die Prothesenzähne zur Zwischenprobe auf.

Nach erneuter Prüfung der Bisshöhe, der Phonetik sowie der Ästhetik wird die Prothese nach möglichen Korrekturen fertiggestellt.

Für den guten Halt einer totalen Prothese sind die präzise Lage am Kieferkamm, die Länge der Prothesenränder und die Okklusion entscheidend. Jede Prothese sollte in regelmässigen Abständen unterfüttert und die Okklusion nachregistriert und eingeschliffen werden.

Unser Wissen und Technik verdanken wir in diesem Bereich Prof. Gutowski. Er gehört zu den wenigen Lehrern, die jeden Handgriff genau demonstrieren und zu den Perfektionisten der Zahnmedizin zählen.

Teilprothesen sind ein abnehmbarer Zahnersatz für teilweise fehlende Zähne. Teilprothesen aus reinem Kunststoff sind nur als provisorische Lösung zu sehen, üblicherweise werden Modellgus-Prothesen angefertigt.

Nach einer Abdrucknahme im Mund fertigt der Zahntechniker ein Metallgerüst an, mit diesem Gerüst wird eine Bissnahme durchgeführt und nach Kontrolle der Zahnaufstellung die Teilprothese dem Patienten übergeben. Die Teilprothese wird mit Gussklammern an den eigenen Zähnen befestigt. Auch Teilprothesen sollten regelmäßig auf ihre Passgenauigkeit kontrolliert werden.

 

Kombinierter Zahnersatz
Abnehmbare Teilprothesen lassen sich an Kronen und Brücken verankern, wobei verdeckt angeordnete Geschiebe, Teleskopsysteme, Stege oder Druckknöpfe als Halteelemente dienen. Dadurch entfallen kosmetisch störende Klammern und der Halt einer Teilprothese wird verbessert.

Auch unter totalen Prothesen sind Halteelemente an eigenen Wurzeln oder an Implantaten hilfreich, besonders im Unterkiefer, wenn der Kieferkamm stark geschrumpft ist.

 

2. Praxislabor
Unsere Praxis führt ein eigenes zahntechnisches Labor, in dem zwei Zahntechniker beschäftigt sind.

Ideale zahnärztliche Versorgungen lassen sich nur in enger Zusammenarbeit mit dem Zahntechniker durchführen. Dieser gehört ebenso wie die zahnärztliche Assistentin zum Team, das die Patienten betreut. Je näher die räumliche Einheit mit der Zahntechnik ist, umso höher wird die Qualität einer zahnärztlichen Arbeit und umso komfortabler die Betreuung des Patienten.

Höchste Qualität, optimale Ästhetik, geringe Wartezeiten - diese Faktoren waren für uns der Anlass, bereits kurz nach der Praxisgründung ein zahntechnisches Labor an diese anzukoppeln.

Unsere Zahntechniker sind in allen Sparten der Technik ausgebildet und nehmen laufend an Fortbildungskursen teil. Unser Labor ist hochwertig ausgestattet und ermöglicht so, alle Arten von Zahnersatz anzufertigen.

Der Zahntechniker lernt den Patienten, dem er sein "neues Lächeln" schenkt, persönlich kennen und kann somit auf individuelle Wünsche besser eingehen. Die Reparatur jedes Zahnersatzes kann prompt erfolgen, da die Wegzeiten zu einem externen Labor entfallen.

 

Zahnfarbe
Farbwahrnehmung, Farbbestimmung und Farbreproduktion von Zähnen sind entscheidende Faktoren bei der Herstellung von Zahnersatz.

Neben der individuellen Wahrnehmung sind Farben durch ihr Spektrum physikalisch eindeutig definierbar und werden in dem dreidimensionalen Modell des Farbraumes beschrieben.

Der Farbraum wird durch die Farbhelligkeit, die Farbintensität sowie den Farbton definiert. Jede Farbe lässt sich über diese drei Parameter eindeutig zuordnen.

Somit können alle Zahnfarben - unabhängig von der Wahrnehmung - eindeutig benannt werden.

Dieses Wissen bildet die Grundlage für eine sichere Farbbestimmung und ermöglicht eine ästhetisch perfekte Zahnreproduktion.

Die Zahnfarben liegen im Farbraum - bei unterschiedlichen Helligkeits- und Intensitätswerten - im Gelb-Rot-Bereich.

Bei der Farbauswahl am Patienten wird zuerst die Helligkeitsstufe, dann die Farbintensität und danach der Farbton bestimmt.

Dies erfolgt mit geeigneten Farbringen (Musterzähnen) unter einer speziellen Tageslicht-Leuchte und unter Ausblenden von Farben der Umgebung, um optische Täuschungen zu vermeiden.

 

Zahnformen
Zähne lassen sich drei Grundformen zuordnen: rechteckig, dreieckig, oval - wobei häufig Mischformen zu erkennen sind.

Jede dieser Formen zeigt eine unterschiedliche Oberflächenstruktur (Morphologie), die Rand- und Zentralleisten sowie horizontale und vertikale Leisten und die Inzisalkanten sind typenspezifisch verschieden ausgeprägt.

Bei der Anfertigung von Kronen und Brücken dient das Wissen über die Oberflächenmerkmale zur exakten Reproduktion des natürlichen Zahnes.

Beim zahnlosen Patienten lässt sich die ursprüngliche Zahnform aus verschiedenen Linien des Gesichtes, der Nasenform sowie der Körperform (Konstitutionstyp) ablesen.

Bei der rechteckigen Grundform sind die Oberflächenleisten gut entwickelt, Rand- und Zentralleisten teilen die Oberfläche in drei gleich grosse Teile, horizontale und vertikale Leisten sind gut ausgeprägt, die Inzisalkanten gerade, rechteckige Zähne wirken in der Seitenansicht eher dick.

Bei der dreieckigen Zahnform lässt sich eine Vertiefung erkennen, die Randleisten sind stark, die horizontalen und vertikalen Randleisten wenig auffällig, die Inzisalkante zeigt eine Vertiefung, dreieckige Zähne wirken in der Seitenansicht dünn.

Bei der ovalen Zahnform ist die Zentralleiste gut entwickelt, Randleisten sind nicht vorhanden, vertikale und horizontale Leisten sind unscharf abgegrenzt, die Inzisalkanten erscheinen flach bis oval, ovale Zähne wirken in der Seitenansicht mittelstark.

 

Keramik-Schichtungen
Keramikmassen zur Herstellung von Kronen bzw. Brücken werden auf besondere Art geschichtet, wodurch optische Effekte entstehen, die Zähne in ihrem natürlichen Aussehen wiederherstellen.

Je nach Art des Lichteinfalles verändert sich das Erscheinungsbild eines Zahnes. Fällt Licht von vorne auf einen Zahn, zeigen sich unterschiedliche Helligkeitszonen und Transluzenz. Bei seitlich einfallendem Licht sind innere Strukturen sichtbar. Diese Balance zwischen Opazität und Transluzenz führt zu ästhetisch optimalen Ergebnissen von Keramikarbeiten.

Generell unterscheiden wir drei Arten von Schichtmustern bei Frontzähnen, die allerdings individuell an die Patientensituation angepasst werden, sowie die Keramikschichtung bei Seitenzähnen.

Die Schichttechniken sind altersspezifisch verschieden, da sich Zähne im Laufe des Lebens in ihrem Erscheinungsbild verändern.

Besondere Charakteristika von Zähnen lassen sich mit den heute zur Verfügung stehenden Keramikmassen leicht reproduzieren.

 

Digitale Farbmessung
Um Porzellankronen möglichst naturgetreu gestalten zu können, benötigt der Zahntechniker präzise Informationen hinsichtlich der Zähne, die es zu imitieren gilt. Natürliche Zähne weisen unterschiedliche Farben und Formen auf, bestehen aus opaken und transparenteren Bereichen, zeigen häufig Charakteristika wie Schmelzrisse oder Farbpigmente und zeigen die verschiedensten Oberflächentexturen.

All diese Information gilt es, dem Zahntechniker zu vermitteln, der nur so ein ästhetisch hochwertiges Ergebnis in der Kronen- und Brückentechnik erzielen kann.

Dr. Andres Baltzer, Schweiz, hat gemeinsam mit der Fa. Vita ein digitales Farbmessgerät entwickelt, mit dem sich die Zahnfarbe präzise ermitteln und kontrollieren lässt. Das Gerät ermöglicht, Abweichungen von der erwünschten Farbe exakt zu erkennen und zu verändern – hinsichtlich des Farbtones, seiner Intensität und der Helligkeit.

 

Digitalfotografie
Parallel dazu setzt er Digitalfotos ein, die alle Charakteristika eines Zahnes festhalten.

Diesem Konzept, das sich mit der Anwendung in unserer Praxis völlig deckt, können wir nur begeistert zustimmen, da es sich hervorragend bewährt hat.

Der Einsatz des Farbmess - Computers ist aus unserer Praxis nicht mehr wegzudenken.

TOP